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	<description>Eine Familien-Reise-Tagebuch</description>
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		<title>Tag 144-146 Die Zielgrade</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2023 09:03:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Tag 144 Es ist noch dunkel, als ich mit meinem gepackten Rucksack vor das Hotel trete. Mein erster Gang führt mich in eine kleine Bäckerei schräg gegenüber, dort kaufe ich zwei belegte Brötchen und eine noch warme Zimtschnecke für die Bahnfahrt. Den Weg zum Bahnhof habe ich ja gestern schon „erkundet“ und so bin ich [&#8230;]</p>
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<p>Tag 144</p>



<p>Es ist noch dunkel, als ich mit meinem gepackten Rucksack vor das Hotel trete. Mein erster Gang führt mich in eine kleine Bäckerei schräg gegenüber, dort kaufe ich zwei belegte Brötchen und eine noch warme Zimtschnecke für die Bahnfahrt. Den Weg zum Bahnhof habe ich ja gestern schon „erkundet“ und so bin ich in wenigen Minuten an meinem Bahnsteig. Der Zug steht bereit, der Zugang zum Gleis ist aber noch gesperrt. Ich muss also 20 Minuten warten, bevor ich meinen Sitzplatz suchen kann. Ich freue mich über den Fensterplatz und die hoffentlich schönen letzten Ausblicke in die norwegischen Landschaften. Eine Reihe hinter mir sitzen zwei Japaner, die anfangen die Fensterscheiben an ihren Sitzplätzen von innen und außen zu reinigen… wohl, um bessere Fotos machen zu können? Soweit gehe ich nicht, sondern lasse mir mein erstes Brötchen schmecken.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5379.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5859" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5379-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5379-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5381.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5860" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5381-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5381-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Der Zug fährt pünktlich los. Die Aussagen über die Schönheit dieser Bahnstrecke sind tatsächlich nicht übertrieben. Noch einmal genieße ich die Ausblicke, jedenfalls dann, wenn wir nicht gerade durch Tunnel fahren oder ich auf die Innenseiten der verkleideten Galerien blicken muss. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5384.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5861"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5388.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5863" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5388-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5388-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5382.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5864"/><figcaption class="wp-element-caption">Viel Spaß mit der Aussicht!</figcaption></figure>



<p>Auf die Minute pünktlich erreichen wir den Hauptbahnhof in Oslo und ich schultere mein Gepäck, um mich auf den Weg zum City-Box-Hotel zu machen. Das ist nur etwa 10 Gehminuten entfernt und schnell habe ich die Unterkunft gefunden. Im Foyer stehen vier Automaten, der Check-In funktioniert voll digitalisiert …. leider nicht!! Keine der PINs und Codes und Buchungsnummern werden von der Console akzeptiert… also hilft nur ein Klick auf den „Hilfe-Button“, woraufhin auch sofort ein junger Mitarbeiter auftaucht. </p>



<p>Tja und der weist mich nach einem Blick auf meine Buchungsbestätigung etwas genervt darauf hin, dass ich im falschen Hotel stehe… Ich habe nicht die City-Box sondern das Smart Hotel gebucht. 🤦🏼‍♂️ Nein, ich werde nicht dement, das liegt entweder am Jetlag oder an meiner Erkältung! Etwas peinlich ist es mir aber schon als ich mich entschuldige und auf den Weg zum richtigen Hotel mache. Diesmal etwa eine gute halbe Stunde in die entgegengesetzte Richtung.</p>



<p>Reichlich erschöpft werde ich hier von einem freundlichen Herrn an einer echten Rezeption empfangen. So richtig old school. Ich freue mich nur noch auf ein Bett und lege mich eine halbe Stunde hin. Das Zimmer ist noch ein wenig kleiner als die Kabine auf dem Schiff, aber sehr funktional eingerichtet und sicher eine Empfehlung, wenn man nur eine Nacht in Oslo verbringt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5390.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5865"/></figure>



<p>Gegen 18:00 Uhr raffe ich mich auf um etwas zu essen zu besorgen. Ein Restaurant ist mir zu anstrengend, also suche ich die nächstgelegene Pizza- oder Dönerbude und esse dort einen eher schlechten Döner für sage und schreibe 176 NOK (15,58€ !!!). Dabei liegt der  Imbiss nicht einmal an einem Touristen-Hotspot. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5391.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5866"/><figcaption class="wp-element-caption">Der Ausblick aus dem Hotelzimmer </figcaption></figure>



<p>Nach diesem deprimierenden Abendessen schleiche ich zurück ins Hotel, nicht ohne unterwegs noch eine Packung Ibuprofen zu besorgen. Nur halbsatt lege ich mich ins Bett und hoffe, dass wenigstens das Frühstück morgen etwas reichhaltiger ist. </p>



<p><strong>Tag 145</strong></p>



<p>Ja, das ist es dann heute morgen tatsächlich. Reichhaltig, Das Frühstück meine ich. Früh um sieben bin ich nach einer unruhigen Nacht mit wenig Schlaf einer der Ersten am Buffet und lasse mir viel Zeit. Meine Erkältung hält sich hartnäckig und obwohl ich eigentlich keinen Appetit habe versuche ich mich an Obst, Jogurt und frischen Croissants. Die nächste Mahlzeit gibt es ja erst heute Abend an Bord der Color Line.  </p>



<p>Um 11:00 Uhr verlasse ich das Hotel und trotz Nieselregen lasse ich es mir nicht nehmen meinen Rucksack ein letztes Mal zu Fuß durch die Stadt zum Hafen zu tragen und verzichte auf ein Taxi. Wie immer bin ich dann eine Stunde zu früh am Terminal. Ich checke trotzdem schon ein um im Café einen Kaffee zu trinken und nachdem ich meinen Ersten ungeschickterweise der netten Bedienung hinter den Tresen gekippt habe (ich bin echt nicht richtig fit…) sitze ich mit dem zweiten Becher im Wartebereich und beobachte wie sich langsam die Halle füllt. Bisher sind wir ja immer mit dem PKW oder dem Van auf die Fähren gefahren und ich bin doch recht erstaunt, wie viele Passagiere „zu Fuß“ über den Terminal einchecken. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5392.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5867" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5392-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5392-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /><figcaption class="wp-element-caption">etwas größer als die Hurtigruten…</figcaption></figure>



<p>Die Überfahrt an Bord der Color line ist ja für mich nicht neu, aber trotzdem fühle ich mich erschlagen von der Masse an Passagieren auf engstem Raum. Ich stelle nur kurz mein Gepäck in der Kabine ab, dann wandere ich ein wenig über das Schiff und versuche mich zu orientieren. Rote T- Markierungen würden hier auch Sinn machen. Das ist schon eine andere Hausnummer als die kleine Kong Harald der Hurtigruten. Ein kurzer Besuch im Duty Free Shop und ein kleines Bier auf dem Außendeck, dann ziehe ich mich zurück in die Kabine und brauche wieder etwas Ruhe.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5398.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5868"/></figure>



<p>Laut Borddurchsage ist heute Abend mit schwerem Seegang zu rechnen, deshalb wurden alle Shows und andere Veranstaltungen abgesagt, auch das Betreten der Aussendecks wurde verboten. Ich bin gespannt, ob das Abendbuffet wenigstens stattfinden wird. </p>



<p>Ja, es findet statt, aber es gehört eine große Portion Balancegeschick und ein guter Gleichtgewichtssinn dazu, den gefüllten Teller vom Buffet zum Sitzplatz zu tragen. Immer wieder hört man aus verschiedenen Richtungen Geschirr zu Boden fallen. Wenn hier von einem Grand Buffet gesprochen wird, dann ist das wortwörtlich gemeint. Speisen und Gerichte ohne Ende. Obwohl mir etwas der Appetit fehlt, versuche ich mich durch das Buffet zu fräsen. Vor allem die Meeresfrüchteabteilung arbeite ich von Anfang bis Ende ab. Das Schwanken und Schaukeln des Schiffes macht mir nichts aus, aber es ist amüsant zu beobachten, wie viele der anderen Gäste sich immer wieder tief einatmend in ihren Sitzen zurücklehnen und die Augen schließen, um den Magen unter Kontrolle zu halten. Ich bin mir sicher, dass ich nicht der Einzige bin, der gerade ein wenig an Appetitlosigkeit leidet.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5416.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5869"/></figure>



<p>Ich schlendere anschließend über die Decks, verbringe ein wenig Zeit in der Observation Lounge und ziehe mich dann in meine Kabine zurück.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5412.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5870"/></figure>



<p>Morgen ist es endlich soweit: ich bin in einigen wenigen Stunden wieder zu Hause!</p>
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		<title>Tag 139-143 mit dem Schiff Richtung Heimat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Oct 2023 19:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NPL]]></category>
		<category><![CDATA[Fernwandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Tag 139 Um 3:30 Uhr bin ich hellwach und, ich gebe es zu, auch ein wenig aufgeregt. Ich bin sehr gespannt, was die nächsten Tage auf dem Schiff der Hurtigrouten so bringen. Ich packe die wenigen restlichen Sachen in den Rucksack, ziehe die Betten ab, hole mir aus dem Frühstücksraum noch drei Scheiben Knäckebrot mit [&#8230;]</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5209.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5843" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5209-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5209-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p><strong>Tag 139</strong></p>



<p>Um 3:30 Uhr bin ich hellwach und, ich gebe es zu, auch ein wenig aufgeregt. Ich bin sehr gespannt, was die nächsten Tage auf dem Schiff der Hurtigrouten so bringen. Ich packe die wenigen restlichen Sachen in den Rucksack, ziehe die Betten ab, hole mir aus dem Frühstücksraum noch drei Scheiben Knäckebrot mit Honig und einen Kaffee und um 5:00 Uhr laufe ich langsam los in Richtung Hafen. Zusammen mit mir warten noch drei „Zusteiger“ und als die Kong Harald auf die Minute genau einläuft ist der Check-In schnell erledigt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5222.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5845"/><figcaption class="wp-element-caption">Vorratsschrank in der Kabine</figcaption></figure>



<p>Die Innenkabine ist genau wie ich sie erwartet habe und ich bereite mich dort so gut es geht aus, dann mache ich mir einen Kaffee und esse Müsli. Gebucht habe ich nur das Abendessen, für das Frühstück war ich zu geizig.</p>



<p>Das Schiff ist schnell erkundet, so groß ist die Kong Harald ja nicht.</p>



<p>Dass diese Reise teuer ist, weiß ich, aber die Höhe der Preise an Bord schockiert mich nun doch. Ein Bier ab 14 €, Ausflüge und Exkursionen nicht unter 100 €, selbst ein Handtuch für die Sauna muss ich für sieben Euro leihen.</p>



<p>Ich hole zwischendurch in der Kabine etwas Schlaf nach, ansonsten vergeht der Tag mit Lesen, den Blog korrigieren und Kaffee trinken. Gespannt bin ich auf das Dreigängemenü am Abend.</p>



<p>Zu Recht, wie sich später zeigt. Es gibt Rentier-Carpaccio, Risotto mit Garnelen und zum Abschluss Cheesecake. Die Qualität ist herausragend, die Portionsgrössen sind angepasst an Passagiere, die mit Vollpension gebucht haben und es gewohnt sind den Großteil des Tages sitzend in der Explorer Lounge zu verbringen.</p>



<p>Genau da liegt mein Problem. Den Tag verbringe ich zwar auch sitzend in der Explorer Lounge, mein Körper ist aber noch der Meinung, morgen wieder 27 km mit dem Rucksack laufen zu müssen. Soll heißen, nach dem Dinner habe ich erst recht Hunger. Aber vielleicht ist es ja gut, dass ich mich auf diese Weise wieder an normale Portionsgrößen gewöhnen kann.</p>



<p>Den Abend beende ich mit einem Gintonic an der Schiffsbar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5261.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5847" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5261-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5261-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p><strong>Tag 140</strong></p>



<p>Trotz der lauten Klimaanlage kann ich relativ gut schlafen. Früh am Morgen sitze ich mit meinem Kaffee auf dem Aussendeck, beobachte, ob die Sonne gegen den Nebel und den Regen ankommt und hänge meinen Gedanken nach. Tatsächlich bin ich ein wenig überfordert von so vielen Menschen auf engem Raum. Trotz der Tage in Honningsvåg fühlt es sich an, als wäre mein Kopf noch immer im weiten Fjell.</p>



<p>Um meinen Bewegungsdrang zu befriedigen, verbringe ich 1 Stunde auf dem Crosstrainer im Fitnessraum und genau wie in den vergangenen Monaten wasche ich mein Shirt und meine Unterwäsche anschließend unter der Dusche aus und hoffe, dass es bis zum Abendessen wieder trocken ist.</p>



<p>Als Long Distance Hiker ist man bei diesen gesellschaftlichen Anlässen hoffnungslos underdressed.</p>



<p>Am frühen Nachmittag probiere ich auch die kleine Sauna aus und werde grade rechtzeitig zur Einfahrt in den Trollfjord fertig. Die Landschaften hier am Beginn der Lofoten sind unglaublich schön und auf jeden Fall müssen wir noch einmal gemeinsam zu zweit hierher. Die Einfahrt in den engen Fjord ist schon spektakulär. Nur knapp 15 Meter liegen zwischen den steil aufregenden Felswänden und dem Schiffsrumpf. Diesen Abstecher kann man nur bei passender Witterung machen. Schön, dass nun auch gerade die Sonne ein wenig herauskommt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5289.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5850"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5303.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5849" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5303-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5303-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5313.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5851"/></figure>



<p>Auf heute Abend freue ich mich, es wurde tatsächlich ein Buffet angekündigt. D.h. heute bestimme ich die Portionsgrößen selber!</p>



<p><strong>Tag 141</strong></p>



<p>Eine Trainingseinheit auf dem Crosstrainer sorgt für ein gutes Gewissen und das Gefühl den Bewegungsdrang unter Kontrolle zu haben. Kaffee in der Observation-Lounge, und ein kurzer Spaziergang als wir im Hafen von Svolvær anlegen. Um halb sechs gibt einen Sekt und etwas Livemusik zum 130. Geburtstag der Hurtigruten, danach ein 5-Gänge-Geburtstags-Menü mit homöopathischen Portionen. Ich komme mir immer noch völlig fehl am Platz vor, genieße aber mittlerweile die Ruhe, lasse die Küstenlandschaft an mir vorbei und den Seewind durch meine Haare und meinen Bart ziehen…</p>



<p>Immer mehr freue ich mich auf zu Hause.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5308.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5852" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5308-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5308-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p><strong>Tag 142</strong></p>



<p>Frühes Erwachen und um 07:30 Uhr gehe ich in Trondheim an Land. Die Kong Harald hat hier drei Stunden Aufenthalt und ich habe beschlossen zu Fuß zum Bahnhof zu laufen, um mich um die Fahrkarte von Bergen nach Oso zu kümmern. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5350.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5853" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5350-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5350-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Weder online noch über die norwegische Bahn-App kann ich ein Ticket kaufen, weil die notwendigen Zugangsdaten per Mail nicht bei mir ankommen. Am Schalter in der Trondheim Stasjon hilft mir aber eine freundliche Dame weiter und ich halte kurz darauf meine Fahrkarte in den Händen. So spare ich mir die Lauferei in Bergen. Da ich noch ausreichend Zeit habe gehe ich weiter zum Nidarosdomen &#8211; so habe ich auch den kulturellen Teil erledigt. Die Kathedrale ist wirklich beeindruckend, ein paar Infos aus Wikipedia füge ich hier mal ein, nach Details kann dann, wie immer, jeder selber googeln:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5354.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5854"/></figure>



<p class="has-black-color has-text-color">Der Nidarosdom in <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Trondheim">Trondheim</a> (alter Name der Stadt: Nidaros) gehört zu den bedeutendsten Kirchen in <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Norwegen">Norwegen</a>, er gilt als Nationalheiligtum. Er war seit 1152 die <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Kathedrale">Kathedrale</a> der <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bisch%C3%B6fe_und_Erzbisch%C3%B6fe_von_Nidaros">norwegischen Metropoliten</a>. Weil hier der Schrein von <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Olav_II._Haraldsson">Olaf dem Heiligen</a> hinter dem <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Hochaltar">Hochaltar</a> stand, trug der Dom auch den Beinamen „Herz Norwegens“. Nach der <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Reformation">Reformation</a> wurde er zur Kathedrale der <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bischof#Kirchen_der_Reformation">evangelisch-lutherischen Bischöfe</a> des <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Bistum_Nidaros">Bistums Nidaros</a>. Seit 2011 ist er außerdem Sitz des neugeschaffenen Amtes der Vorsitzenden der norwegischen Bischofskonferenz. Im <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mittelalter">Mittelalter</a> und von 1818 bis 1906 war der Nidarosdom die Krönungsstätte der <a href="https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_K%C3%B6nige_von_Norwegen">norwegischen Könige</a>. Hier wurden sieben Könige gekrönt und zehn begraben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5353.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5855" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5353-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5353-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Hinein komme ich zu dieser frühen Uhrzeit leider nicht, also laufe ich zum Schiff zurück.</p>



<p>Hier muss ich mich erst einmal etwas ausruhen. Schon beim Loslaufen habe ich mich unwohl gefühlt und mittlerweile fühlt es sich an wie Kopf- und Gliederschmerzen. Entweder habe ich mir hier eine Erkältung eingefangen oder mein Körper meint er kann sich jetzt „gehen lassen“ und fährt komplett runter. Auch ein Saunagang hilft nicht wirklich und so verschwinde ich sofort nach dem Essen in meiner Kabine. Schlaf hilft ja bekanntlich am besten und es wäre schade, wenn ich die restlichen Tage nur mit Ibuprofen „überlebe“. Auf die anstehende Bahnfahrt freue ich mich schon sehr &#8211; soll eine der schönsten Bahnstrecken sein und führt mich noch einmal zum Abschied in das Fjell der Hardangervidda. </p>



<p><strong>Tag 143</strong></p>



<p>Der letzte Tag an Bord. Die Ankunft in Bergen ist um 14:45 Uhr, aber die Kabine muss bis 10:00 Uhr geräumt werden. Ich packe also meinen Rucksack wieder einmal und stelle ihn in einem Gepäckraum ab. Dann verbringe ich den ganzen Vormittag mit Kaffee in der Lounge, lese und schreibe ein wenig. Immer wieder fallen mir die Augen zu und ich merke, dass ich nicht wirklich fit bin. Hinzukommt, dass wir ganz ordentlichen Seegang haben. Das Schiff hebt und senkt sich und viele der Passagiere bekommen Probleme mit der Seekrankheit. Bisher war ich selber immer seefest, aber heute wird auch mir etwas flau im Magen. Möglicherweise liegt das aber vielleicht auch an dem vielen Kaffee und dem fehlenden Frühstück. Das Ausschiffen ist gut organisiert und zügig erledigt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5369.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5856"/></figure>



<p>Vom Hafen bis zu meiner Unterkunft laufe ich circa 20 Minuten. ich habe ein Zimmer im City Hostel in Bergen gebucht und bin positiv überrascht, als ich das kleine Mini Apartment betrete. Das Hostel liegt super zentral in der Innenstadt Bergens. Zum Bahnhof brauche ich zu Fuß, 5 Minuten und auch Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise der Hafen sind in wenigen Minuten erreichbar.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5375.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5857" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5375-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5375-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Ich stelle schnell mein Gepäck ab und suche mir als erstes ein kleines Falaffel Restaurant, um endlich etwas zu essen. Danach laufe ich Richtung Hafen, merke aber, dass ich mich besser wieder hinlegen sollte. Also mache ich kehrt und auf dem Rückweg kaufe ich noch ein paar Kleinigkeiten und Getränke für die morgige Bahnfahrt. Den Rest des Tages verbringe ich tatsächlich im Bett.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://drakoontour.de/tag-139-143-mit-dem-schiff-richtung-heimat/">Tag 139-143 mit dem Schiff Richtung Heimat</a> erschien zuerst auf <a href="https://drakoontour.de">drakoontour.de</a>.</p>
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		<title>Tag 135-138 &#8211; Honningsvåg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Sep 2023 18:26:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NPL]]></category>
		<category><![CDATA[Fernwandern]]></category>
		<category><![CDATA[Honningsvåg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ersten Tage in Honningsvåg fühlen sich an wie ganz normale Pausentage auf der Wanderung. Ich lasse es langsam angehen, genieße in Ruhe das Herbergsfrühstück und gehe einkaufen, Wäsche waschen, lesen… Nur mit dem Essen muss ich ab heute aufpassen, das habe ich mir jedenfalls vorgenommen. Die tägliche 200 g Tafel Schokolade, Schokokekse, Nüsse und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://drakoontour.de/tag-135-138-honningsvag/">Tag 135-138 &#8211; Honningsvåg</a> erschien zuerst auf <a href="https://drakoontour.de">drakoontour.de</a>.</p>
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<p>Die ersten Tage in Honningsvåg fühlen sich an wie ganz normale Pausentage auf der Wanderung. Ich lasse es langsam angehen, genieße in Ruhe das Herbergsfrühstück und gehe einkaufen, Wäsche waschen, lesen… Nur mit dem Essen muss ich ab heute aufpassen, das habe ich mir jedenfalls vorgenommen. Die tägliche 200 g Tafel Schokolade, Schokokekse, Nüsse und auch die Portionsgrößen &#8211; das alles muss ich schnellstens an meine gelaufene Kilometerzahl anpassen, die quasi fast wieder bei Null liegen wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5158.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5834" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5158-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5158-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Fast wie ein Dejavu kommt es mir vor, als ich spät am ersten Abend Charlotte kennen lerne, die von außen an mein Fenster klopft. Völlig erschöpft kommt sie mit ihrem Rad in die Herberge und bricht in Tränen aus, als ihr gesagt wird, dass keine Touristen mehr aufgenommen werden. Letztendlich wendet sich aber alles zum Guten und sie bekommt natürlich ebenfalls ein Zimmer.</p>



<p><strong>Tag 136</strong></p>



<p>Normalerweise würde ich heute meine Sachen packen, um wieder los zu laufen. Aber das ist ja jetzt vorbei! Ich bin innerlich unruhig, aber das ist wahrscheinlich ganz normal. Ich vertreibe mir die Zeit, bis ich um 7:00 Uhr frühstücken kann, mit dem Lesen und Korrigieren meines Blogs. Während des Frühstücks unterhalte ich mich mit einem deutschen Pärchen, das ebenfalls mit dem Rad zum Nordkap unterwegs war und heute den Weg nach Hause antritt. Gegen 10:30 Uhr ziehen ich meine Wanderschuhe an und mache mich auf den Weg ins Zentrum. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5165.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5835"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5168.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5836" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5168-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5168-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Ich freue mich darauf ein wenig in den Geschäften herum zu stöbern und vielleicht finde ich ja ein paar nette Souvenirs für meine Lieben daheim. Der Weg hinunter bis zum Hafen dauert gute 20 Minuten, das bedeutet, ich werde am Samstag um 5:00 Uhr hier aufbrechen um rechtzeitig an Bord der Kong Harald zu gehen. Den Aufstieg über die Nordkap Treppe zum Storefjell, auf den Hausberg, verschiebe ich lieber auf morgen oder übermorgen, da die Wolken fast bis hinunter auf die Oberfläche des Meeres reichen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5171.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5837" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5171-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5171-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>In einer kleinen Bäckerei am Hafen setze ich mich an das Fenster, trinke einen Kaffee, esse zwei Zimtschnecken und beobachte die Schiffe im Hafen. Die Shoppingtour durch die Geschäfte bleibt allerdings heute erst mal erfolglos. Auf dem Rückweg kaufe ich eine Flasche Rotwein im Vinmonopolet – da Nadja heute ebenfalls ihre Tour beendet können wir den Abschluss vielleicht mit einem Glas Wein feiern.</p>



<p><strong>Tag 137</strong></p>



<p>Wieder ein schönes Frühstück, heute sogar in Gesellschaft von Nadja. Danach lese ich eine Weile und warte darauf, dass der Regen endlich aufhört. Um 11:30 Uhr mache ich mich dann wieder auf den Weg ins Zentrum schaue noch mal in verschiedene Geschäfte rein und beobachte die Kong Harald beim einlaufen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5178.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5838"/></figure>



<p>Das Schiff ist auf dem Weg nach Kirkenes und kommt am Samstag wieder hier vorbei, um mich an Bord zu nehmen. Ich frage eine Mitarbeiterin des Expeditionsteams wie der Check-In stattfindet. Da es keinen Terminal oder Schalter gibt, passiert der Check-In direkt auf dem Schiff. Also alles ganz simpel. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5189.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5839" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5189-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5189-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Obwohl es immer noch sehr nebelig und diesig ist, mache ich mich auf den Weg über die Nordkap-Treppe hoch zum Storefjellet. Die Treppe hat mindestens 700 Stufen, danach habe ich aufgehört zu zählen. Es ist schön sich wieder richtig zu bewegen und gleich bin ich auch wieder alleine in der norwegischen Landschaft unterwegs. Selbst hier, ganz in Stadtnähe, treffe ich auf Rentiere, die überhaupt keine Scheu mehr zeigen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5186.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5840" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5186-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5186-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Oben angekommen hat man wahrscheinlich einen tollen Blick über das Fjell, ich sehe leider nur Nebel. Der Wind ist aufgefrischt und recht kalt, also halte ich mich hier oben nicht lange auf, sondern mache mich wieder an den Abstieg. Die Trekkingstöcke habe ich nicht mitgenommen und so passiert, was passieren muss, ich rutsche auf den glatten Felsen aus. Das fehlt gerade noch: nach 2800 km unfallfreier Wanderung ein Beinbruch am letzten Tag. Aber außer einem blauen Fleck passiert nichts. Unten im Hafen angekommen, setze ich mich wieder in die gemütliche kleine Bäckerei und bei einem Mandelcroissant und einer Tasse Kaffee wärme ich mich auf, während ich beobachte wie die Kong Harald wieder ablegt. Auf dem Nachhauseweg kaufe ich noch im Supermarkt für mein Abendessen und für die fünf Tage im Schiff ein. Etwas Brot und Müsli, ein paar Kekse und nur eine (eine!) Tafel Schokolade.</p>



<p><strong>Tag 138</strong></p>



<p>Der letzte Tag im Vandrerhjem. Heute darf ich noch einmal am Frühstücksbuffet zugreifen, morgen muss ich ja schon um 05:00 loslaufen zum Hafen. Pünktlich um 7:00 Uhr sitze ich also am Frühstückstisch. Auch Nadja kommt etwas später dazu und wir verquatschen fast den ganzen Vormittag. Ich will heute Mittag noch einmal ins Zentrum laufen, aber vorher packe ich meinen Rucksack soweit es schon sinnvoll ist. Wieder habe ich Verpflegung für fünf Tage dabei, genau wie auf der Wanderung – allerdings waren in den letzten Wochen keine sechs Dosen Bier dabei. Aber die kurze Strecke bis zum Hafen werde ich schon mit dem Rucksack schaffen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/11/IMG_5201.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5841"/></figure>



<p>In der Stadt treffe ich mich mit Nadja und wir gehen gemeinsam essen. Diesmal kein Burger- oder Pizzaimbiss sondern in einem echten Restaurant. Dort bestelle ich Boknafisk, ein traditionelles Gericht hier von der Insel Magerøya, das ich in einer Videodoku im Museum kennengelernt habe. Was ich bekomme, ist dann gedünsteter Trockenfisch mit Kartoffeln, großzügig Schinken, Speck und eine Art Püree aus Möhren, Sahne und Mehl. Schmeckt sehr… spannend, aber nicht schlecht. Den Abend verbringen wir mit Chips und Bier im Gemeinschaftsraum und lassen die Erlebnisse der letzten Monate noch einmal gemeinsam Revue passieren.</p>
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		<title>Tag 134 &#8211; die letzten Kilometer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Sep 2023 19:34:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NPL]]></category>
		<category><![CDATA[Fernwandern]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
		<category><![CDATA[Norge på langs]]></category>
		<category><![CDATA[Norwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Outdoor]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>12,98 km &#8211; 02:35 h Wie beendet man einen Traum, auf den man sich drei Jahre lang vorbereitet hat? Ich liege im Zelt und genieße die Wärme meines Schlafsacks. Immer wieder schaue ich auf die Wetterprognose für heute und morgen. Heute wird es vergleichsweise gut. Nur teilweise bewölkt und weitgehend sonnig. Morgen sieht es dagegen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://drakoontour.de/tag-134-die-letzten-kilometer/">Tag 134 &#8211; die letzten Kilometer</a> erschien zuerst auf <a href="https://drakoontour.de">drakoontour.de</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>12,98 km &#8211; 02:35 h</p>



<p>Wie beendet man einen Traum, auf den man sich drei Jahre lang vorbereitet hat?</p>



<p>Ich liege im Zelt und genieße die Wärme meines Schlafsacks. Immer wieder schaue ich auf die Wetterprognose für heute und morgen. Heute wird es vergleichsweise gut. Nur teilweise bewölkt und weitgehend sonnig. Morgen sieht es dagegen ganz anders aus. Gerade in den frühen Morgenstunden und am Vormittag soll es recht heftigen Regen geben, dazu gibt es wieder kräftigen Wind mit Böen bis 50 km/h. Ich bin jetzt schon eine ganze Weile wach und grüble darüber nach, wie ich das Ende meiner Wanderung gestalte. Gehe ich wie  geplant zum Knivskjellodden und übernachte dort noch einmal im Zelt, dann werde ich in der Nacht und morgen mit starkem Wind und heftigem Regen zu kämpfen haben. Von Viktors Vater habe ich die Information, dass der Weg dorthin sehr nass und sumpfig ist. Aber ich habe die letzte Gelegenheit, noch einmal für mich alleine in der Natur zu übernachten und einen emotionalen Abschluss meiner Wanderung zu finden. Die zweite Option ist, dass ich heute bei gutem Wetter und Sonnenschein direkt zum Nordkap laufe, die letzten Kilometer in trockenen Schuhen und mit trockenen Klamotten zurücklegen und dort bei Kaffee und einer heißen Waffel meine eigene kleine Abschlussparty feiere. Dann allerdings muss ich eine weitere Nacht im Hostel schlafen. Das ist nun keine wirklich schreckliche Vorstellung, aber ich muss mir überlegen, wie ich vier volle Tage in Honningsvåg verbringe. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass mir ein emotionaler Abschluss meiner Wanderung auch in einem gemütlichen Café mit Blick auf die Schiffe im Hafen gelingen könnte… </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5109.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5518" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5109-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5109-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5110.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5519"/></figure>



<p>Ich denke, ich wähle die sonnige Variante. Um 9:00 Uhr fange ich an, mein Lager abzubrechen. Das letzte Mal Müsli und Kaffee im Zelt, das letzte Mal den Rucksack packen, das letzte Mal im Regen das Zelt abbauen. Dabei bekomme ich tatsächlich &#8222;Schluckbeschwerden&#8220; und der Kloß in meinem Magen wird immer größer.  </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5117.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5520"/></figure>



<p>Ein letzter Blick über meinen letzten Zeltplatz und das letzte Mal die Kontrolle, ob ich etwas vergessen habe. Dann mache ich meine NPL Playlist an und laufe los. Ich werde den Weg auf der E 69 zurücklegen. </p>



<p>An dem Hinweisschild zum Knivskjellodden überlege ich noch einmal abzubiegen, aber den Gedanken an noch eine weitere Nacht alleine, bei heftigem Wind und Regen, kann ich mir jetzt nicht mehr vorstellen. Also fällt die Entscheidung endgültig zu Gunsten des „Touristenkaps“. Ich ziehe jetzt durch und bringe die Tour heute zu Ende..</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5119.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5521" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5119-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5119-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Kaum ist die Entscheidung gefallen brechen tatsächlich die Emotionen über mich herein. Bei jedem Lied meiner Playlist für die NPL Tour kommen wieder Erinnerung an die vergangenen 134 Tage hoch. Ich bin selber überrascht, wie ich gerade darauf reagiere, dass meine lange Wanderung zu Ende geht. Sogar während ich diese Zeilen diktiere kommen Tränen in die Augen. Der letzte Blick über die weiten, felsdurchsetzten Ebenen Norwegens im Hintergrund die Barentssee… der Gedanke, fast 2800 km durch Norwegen gelaufen zu sein ist unglaublich und ich glaube nicht, dass ich das so schnell realisieren kann. Vielleicht ist es ganz gut noch vier Tage für mich alleine in Honningsvåg  zu haben.</p>



<p>Ich lege mich mächtig ins Zeug und versuche das Gefühlschaos mit der körperlichen Anstrengung in den Griff zu bekommen. Nach nur 2,5 Stunden habe ich fast die ganze Strecke von knapp 13 km hinter mich gebracht. Für meinen „Zieleinlauf“ mache ich mir die letzten beiden Stücke meiner Playlist an, die ich bisher noch nie abgespielt habe. Jetzt nützt auch kein Laufen mehr. Einem „gestandene Mann im mittleren Alter“ laufen die Tränen über das Gesicht, weil er vor einem blauen Schild steht:</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5120.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5516"/></figure>



<p>Klingt etwas so als hätte ChatGPT den letzten Absatz geschrieben und ich bin der letzte, der geglaubt hätte, dass mich das Ende meiner Wanderung so mitnimmt. </p>



<p>Ich reiße mich zusammen, wische mir die Tränen aus dem Gesicht und bringe die letzten Meter hinter mich. Am Kassenhäuschen empfängt mich ein freundlicher Mann, der mir gleich einen Sticker für den freien Eintritt überreicht. Für Hiker und Biker ist der Eintritt kostenfrei, erklärt er. Es folgen einige Hinweise auf die Sehenswürdigkeiten, die ich aber gar nicht mehr wahrnehme. Ich laufe direkt zum Nordkap Monument, der großen stählernen Weltkugel. Dort stehen noch Viktor und seine Eltern, die mir sofort herzlich gratulieren. Auch einige der in der Nähe stehenden Touristen beglückwünschen mich, nachdem sie erfahren haben, was denn eigentlich der Grund ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5123.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5522"/></figure>



<p>Nach den obligatorischen Fotos (ich habe das große Glück noch vor der ersten Busladung angekommen zu sein) gehe ich in das Nordkap-Café. Dort lädt mich Arne, Viktors Vater, an ihrem Tisch ein, aber ich lehne dankend ab und brauche erst einmal ein paar Minuten für mich alleine. Auf einen Kaffee eine frische Waffel und eine Cola verzichte ich trotzdem nicht. Danach schaue ich mir die Ausstellungen und den Film an. Zeit habe ich genug, da mich Viktor und seine Familie im Auto bis nach Honningsvåg mitnehmen. auf den nur einmal täglich fahrenden Bus brauche ich also keine Rücksicht zu nehmen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5146.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5523"/></figure>



<p>Um 16:00 Uhr stehe ich vor vor meiner letzten Unterkunft, einem Wandererheim. An der Rezeption weiß man bereits Bescheid, dass ich komme und ich kann mein Zimmer beziehen, obwohl eigentlich wegen des Saisonendes keine Touristen mehr aufgenommen werden. Die Unterkunft ist einfach und schlicht, so aber im Gegensatz zu den drei Hotels im Zentrum vergleichsweise günstig. Außerdem muss ich mich ja erst langsam wieder an den Komfort jenseits von Isomatte und Zelt gewöhnen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5158.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5524" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5158-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5158-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5156.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5525"/></figure>



<p>Nach einer heißen Dusche geht es dann in den nahe gelegenen Supermarkt um einzukaufen. Auch hier heißt es jetzt wieder umdenken. Ich brauche keine Nüsse mehr und nicht für jeden Abend eine große Tafel Schokolade. Ich kann Obst und Gemüse einkaufen, sogar richtig kochen ist kein Problem im Hostel. Trotzdem bleibt es für heute bei einer Dose Bier, einer Tüte Chips und Tiefkühlpizza. Den echten Einkauf mache ich lieber morgen nach dem Frühstück.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5154.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5526" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5154-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5154-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Fazit: nach 134 Tagen und knapp 2750 km (mehr oder weniger) geht mein Norge på langs Abenteuer zu Ende. Damit ist dies auch der letzte Tagesbericht meiner Reise. Die nächsten drei Tage versuche ich hier in Honningsvåg einen klaren Kopf zu bekommen. Dann geht es mit den Hurtigrouten auf dem Seeweg bis nach Bergen. Von dort mit den Bergenbanen nach Oslo und einen Tag später mit der Fähre nach Kiel, wo mich Pe abholt. Im Laufe der Rückreise gibt es noch einmal einen abschließenden „Epilog“, trotzdem geht jetzt schon ein herzliches Dankeschön an alle Mitleser, die mich durch die vielen lieben Kommentare, hier im Blog oder als persönliche Nachricht, immer wieder auf‘s Neue zum Weiterschreiben motiviert haben. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5157.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5527"/><figcaption class="wp-element-caption">Finisher-Beer</figcaption></figure>
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		<title>Tag 133 &#8211; das Ende in Sicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Sep 2023 15:31:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NPL]]></category>
		<category><![CDATA[Fernwandern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>27,35 km &#8211; 06:48 h Der Wind in der letzten Nacht hat dafür gesorgt, dass es so gut wie keine Kondensfeuchte im Zelt gibt. Ich bin gespannt, was der Tag heute bringt. Das Wetter soll gut werden und auf meinem Programm steht heute der Nordkap Tunnel. Knapp 7 km lang und 200 m unter dem [&#8230;]</p>
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<p>27,35 km &#8211; 06:48 h</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5079.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5501"/></figure>



<p>Der Wind in der letzten Nacht hat dafür gesorgt, dass es so gut wie keine Kondensfeuchte im Zelt gibt. Ich bin gespannt, was der Tag heute bringt. Das Wetter soll gut werden und auf meinem Programm steht heute der Nordkap Tunnel. Knapp 7 km lang und 200 m unter dem Meeresspiegel. Wenn ich mich beeile, brauche ich circa 90 Minuten, um am anderen Ende wieder das Tageslicht zu sehen. Ich starte gemeinsam mit Hans Viktor, der am Tunneleingang seinen Rucksack an seinen Vater übergibt. Das Angebot, mein Gepäck ebenfalls mit dem Auto zu transportieren, lehne ich natürlich ab. Schnell noch einen Schokoriegel, dann geht ab in die Dunkelheit zum Mittelpunkt der Erde.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5082.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5502"/></figure>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5085.mp4"></video></figure>



<p>So schlimm ist es aber gar nicht. Der Tunnel ist gut ausgeleuchtet, links und rechts neben den Fahrbahnen gibt es circa 80 cm breite Gehwege. Die Luft ist etwas abgestanden, ich habe aber nicht den Eindruck, dass es nach Abgasen riecht. Den Zeitpunkt für die Tunneldurchquerung habe ich gut abgepasst. Sonntagmorgens ist so gut wie kein Verkehr hier oben unterwegs. Auf der ganzen Strecke begegnen mir vielleicht zehn Fahrzeuge. Nicht eingerechnet habe ich Viktors Vater, der mehrfach an uns vorbei fährt und Fotos macht. Die ersten 4 km geht es stetig Berg ab und wir legen ein ordentliches Tempo vor. Die restlichen 3 km geht es dann wieder Berg auf. Spätestens jetzt komme ich wieder gehörig ins schwitzen und werde langsamer. Waren die ersten Schritte noch aufregend, wird es spätestens nach Kilometer drei eher langweilig. Jetzt heißt es Zähne zusammenbeißen, Beine unter den Arm nehmen und stur weiter laufen. Nach genau 75 Minuten habe ich den Ausgang des Tunnels erreicht und stehe auf der Insel Magerøya.  </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5090.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5503"/></figure>



<p>Ein paar Kilometer weiter nimmt Viktor seinen Rucksack wieder in Empfang, und wir verlassen die Straße, um dem E1 nach Norden zu folgen. Es geht kurz, aber sehr steil hinauf, dann suchen wir uns den besten Weg Richtung Norden. Markiert ist hier überhaupt nichts, die Orientierung mittels GPS ist aber nicht schwer. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5098.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5505"/></figure>



<p>Etwa nach 5 km stoßen wir wieder auf die Straße und die E 69, der wir nun weiter folgen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5100.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5506"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5101.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5507"/></figure>



<p>Es läuft sich schnell auf der Straße und bereits um 14:30 Uhr erreichen wir den vorgesehenen Campspot. Direkt an einem See mit Ausblick auf die Berge, allerdings in direkter Nachbarschaft zur Straße. Autolärm stört hier allerdings nicht bei so wenig Verkehr. Erneut wird Viktor von seinem Vater besucht, der verschiedene Leckereien mitbringt. Auch für mich fällt dabei eine Dose Bier ab, die ich selbstverständlich nicht ablehnen kann. Wir unterhalten uns ein wenig, dann baue ich mein Zelt auf und lasse den Tag mit Blick auf den See und den klaren Abendhimmel ausklingen. Vielleicht wird es ja heute etwas mit den Polarlichtern!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5106.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5509" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5106-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5106-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Fazit: ich finde es ist eine sehr merkwürdige Situation. Morgen werde ich mein Ziel nach ungefähr 2800 km erreichen, trotzdem merke ich (noch) nichts von irgendwelchen großen Emotionen. Ich denke zwar über das Ende der Tour und das Danach nach, aber das diese große Wanderung nun tatsächlich zu Ende gehen soll, nehme ich irgendwie überhaupt nicht zur Kenntnis. Ich glaube es ist gut, dass ich meine beiden letzten Tage (hoffentlich) für mich alleine habe. Morgen sind es nur 17 km bis zum Knivskjellodden. Dort werde ich noch einmal in der norwegischen Einsamkeit übernachten, übermorgen sind es dann noch einmal etwa 15 km bis zum Nordkap. Und dann???</p>
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		<title>Tag 132 &#8211; letzte Herausforderungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 23 Sep 2023 17:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NPL]]></category>
		<category><![CDATA[Fernwandern]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://drakoontour.de/tag-132-letzte-herausforderungen/">Tag 132 &#8211; letzte Herausforderungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://drakoontour.de">drakoontour.de</a>.</p>
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<p>25,04 km &#8211; 06:43 h</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5060.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5478" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5060-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5060-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Nachtrag: gerade als ich mir gestern meinen zweiten Tee heiß mache und ein paar Kerzen anzünde – draußen wird es bereits um 18:30 Uhr sehr dämmerig – klopft es an die Hüttentür. Mir ist zwar nicht ganz klar, wie auf diesen 4 m² zwei Leute übernachten sollen, aber natürlich öffne ich die Tür und lasse den späten Mitbewohner hinein. Und ich freue mich sogar ein wenig als ich erkenne, wer da vor mir steht. Es ist Hans Viktor. Ich räume meine, in der ganzen Hütte verteilten Sachen zusammen, um ein wenig Platz zu machen und überlasse Victor das obere Bett. Es dauert ein Moment, bis wir uns organisiert haben, dann funktioniert es aber ganz gut. Solange einer auf seinem Bett liegt, kann der andere sich in der Hütte „bewegen“.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5070.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5493" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5070-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5070-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Wie vorhergesagt, fängt es in der Nacht heftig an zu regnen und es trommelt ununterbrochen auf das Blechdach. Trotz des Regens kann ich gut einschlafen und freue mich sogar über den Lärm, denn Schnee würde keine Geräusche machen. Laut Prognose wird es die ganze Nacht und auch in den frühen Morgen hinein durchregnen. Erst zwischen 8:00 und 9:00 Uhr soll es etwas heller regnen. Also ein sehr entspannter Morgen, ich schlafe sogar wieder ein, nachdem ich mich dreimal umgedreht habe. Das Packen und die übliche Morgenroutine ist heute in der kleinen Baracke etwas anstrengend, aber um kurz nach acht brechen Viktor und ich gemeinsam auf. Es ist feucht und nebelig (scheddriges Wetter hätte meine Oma gesagt), aber es regnet nicht!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5062.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5487" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5062-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5062-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Mein Plan ist es heute bis vor den Eingang des Nordkaptunnels zu laufen. Um es vorweg zu nehmen: ich glaube, dies ist die schwierigste Tagesetappe meiner ganzen Tour gewesen. Da es die ganze Nacht durch geregnet hat, führen alle Bäche und Flüsse viel Wasser, die weiten Sumpfflächen mutieren zu Seen und ich habe das Gefühl, den ganzen Tag keinen festen Boden unter den Füßen zu haben. Da Schuhe und Socken bereits gestern schon vollständig durchnässt waren, ist es heute auch völlig egal, dass ich ohne Schulwechsel durch fast kniehohe Flüsse wate. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5064.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5490"/></figure>



<p>Nach etwa 8 km sehe ich zum ersten Mal seit fast viereinhalb Monaten wieder das Meer. Der Weg führt direkt auf den Kobefjord zu und einige Kilometer an seinem „Strand“ entlang. Sandstrand muss es ja nicht sein, aber wenigstens Kies wäre schön gewesen, aber auch hier ist alles sumpfig und matschig.  Es geht hoch auf die Nordflanke des Skuohtagáisá. Auf einer Strecke von 2 km Länge müssen 300 Höhenmeter überwunden werden. Ich kann mich nicht an viele, ähnlich steile und dabei so lange Anstiege erinnern. Offensichtlich hat es einen guten Grund, dass man rund 130 Trainingstage absolviert hat, bevor man diese Stelle erreicht. An der Westflanke des Skuohtávzi geht es an immer steiler werdenden Hängen auf schmalen Pfaden weiter und nach einer Weile kann ich den Eingang des Nordkaptunnels sehen. Die mühsam erkletterten Höhenmeter muss ich also jetzt wieder hinunter. Den ganzen Weg kann ich mir bei Schnee nur schwer vorstellen. Selbst bei diesen nassen Witterungsbedingungen ist es unglaublich kräftezehrend. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5067.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5486" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5067-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5067-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Endlich unten angelangt, gibt es wunderbare Zeltplätze direkt am Fisketindelva. Dort schlagen Viktor und ich unsere Lager auf, dann nichts wie raus aus den nassen Schuhen und Klamotten und rein in den warmen Schlafsack. Viktor ist hier mit seinen Eltern verabredet, und als er wiederkommt, bringt er ein Stück Kuchen und eine kalte Cola mit. Eine unverhoffte und sehr willkommene Abwechslung auf meinem Speiseplan. Vielen, vielen Dank!</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5068.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5482" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5068-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5068-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Fazit: ich habe es ja gerade beschrieben, der heutige Tag war mit einer der anstrengendsten der ganzen Tour. Vielleicht liegt es nur daran, dass ich nach so langer Zeit langsam am Ende meiner Kräfte bin, aber eigentlich glaube ich eher, dass es eine Kopfsache ist. Noch drei weitere Wandertage, dann ist Norge på langs zu Ende.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://drakoontour.de/tag-132-letzte-herausforderungen/">Tag 132 &#8211; letzte Herausforderungen</a> erschien zuerst auf <a href="https://drakoontour.de">drakoontour.de</a>.</p>
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		<title>Tag 131 &#8211; Wintereinbruch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2023 17:44:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>25,70 km &#8211; 06:44 h Was für eine Nacht! Auf diesem durchgelegenen Drahtgeflecht mit einer dünnen Schaumstoffmatte als Matratze ist schlafen quasi unmöglich. Ich versuche vergeblich irgendeine Position zu finden, in der ich etwas Ruhe finden kann. Scheinbar bin ich dann doch ein wenig weggedöst. Ich schrecke mitten in der Nacht (2:30 Uhr) auf, schaue [&#8230;]</p>
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<p>25,70 km &#8211; 06:44 h</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5030.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5488" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5030-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5030-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Was für eine Nacht! Auf diesem durchgelegenen Drahtgeflecht mit einer dünnen Schaumstoffmatte als Matratze ist schlafen quasi unmöglich. Ich versuche vergeblich irgendeine Position zu finden, in der ich etwas Ruhe finden kann. Scheinbar bin ich dann doch ein wenig weggedöst. Ich schrecke mitten in der Nacht (2:30 Uhr) auf, schaue aus dem Fenster. Die Aussicht auf Polarlichter ist heute null, das war gestern Abend ja schon klar. Jetzt sehe ich allerdings überhaupt gar nichts. Okay, denke ich, die Scheibe ist völlig beschlagen. Ich drehe mich um und ignoriere meinen schmerzenden Rücken. Das nächste Mal wache ich um 5:30 Uhr auf und traue meinen Augen nicht. Nicht die Scheibe ist beschlagen, draußen ist alles weiß in weiß. Es hat in der Nacht heftig geschneit. Einen Moment lang schleicht sich Panik an mich heran. Dann versuche ich mich zu beruhigen und denke über meine Optionen nach. Erstens: ich kann wieder einen Tag Pause machen und schauen, wie sich das Wetter morgen entwickelt. Zweitens: ich gehe zurück nach Olderfjord und nehme von dort den Weg an der Straße entlang bis zum Kap. Drittens: ich beiße die Zähne zusammen und gehe den geplanten Weg durch das Fjell.</p>



<p>Immer wieder studiere ich die Wetterprognose für heute und die nächsten zwei Tage. Morgen soll es richtig heftig regnen aber ab Sonntag wird es angeblich wieder etwas besser. Nur vertrauen kann ich darauf nicht. Oft genug habe ich jetzt erlebt, dass die Wetterprognose nichts mit der Realität zu tun hat. Ich liege in meinem Schlafsack und wälze die drei Optionen in meinem Kopf hin und her, kann aber keine Entscheidung für mich finden. Hierbleiben und den Tag in dieser ungemütlichen Hütte verbringen möchte ich auf keinen Fall. Wenn ich zurück laufe, kenne ich zwar den Weg, der sicher auch bei Schnee gut begehbar ist, muss dann anschließend aber 4 Tage lang Straße laufen und verliere zwei Tage für das hin und her. Zeitlich wäre das kein Problem, aber dann fällt mir noch ein, des möglicherweise schwierig ist an der E 69 Zeltplätze zu finden. Irgendwann schreibe ich Martin an und frage nach Informationen und seiner Einschätzung der Situation. Dann telefoniere ich mit Max und Phillip, die beide den Weg schon gelaufen sind. Für mich macht sich jetzt erneut der zweite große Nachteil des Alleinlaufens bemerkbar. Es gibt niemanden, mit dem man eine Entscheidung durch diskutieren kann. Ich bin hin und hergerissen, ringe mich dann aber endlich dazu durch weiter zu laufen wie geplant. Etwa 25 km sind es bis zur Várdáncokka, einer kleinen Nothütte. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5029.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5484" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5029-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5029-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Ich packe sorgfältig meinen Rucksack, ziehe einen Merino Pullover über das Langarm Shirt, darüber die Thermojacke und das Regenzeug. Ein letzter Blick durch die Hütte, dann mache ich mich auf den Weg. Der Wind ist tatsächlich deutlich abgeflaut und es schneit jetzt nicht mehr. Ich gehe vorsichtig und muss teilweise den Weg mit den Stöckern „ertasten“. Trotzdem funktioniert es so recht gut. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5037.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5491"/></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5040.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5479"/></figure>



<p>Ich folge den Markierungen des E1 und quere gleich zu Beginn eine recht große Sumpffläche. Rücksicht auf trockene Schuhe kann ich heute nicht nehmen. Es ist auch egal, ob es der nasse Schnee ist oder ich in ein Wasserloch trete. Die Schuhe sind nach 20 Minuten sowieso durchweicht. Daher spare ich mir auch den Schuhwechsel bei der folgenden Flussquerung. Der Weg führt nach etwa sieben oder acht Kilometern auf den Grat eines Höhenzuges hinauf. Hier wird es jetzt spannend, denn ich muss über große Geröllfelder und kann nicht wirklich erkennen, wohin ich trete. Aber langsam und vorsichtig komme ich doch voran. Oben angekommen wird die Navigation recht einfach: ich folge immer einem Rentierzaun und kann mich so ganz auf meine Schritte konzentrieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5043.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5492" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5043-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5043-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Mittlerweile ist die Wolkendecke aufgerissen und es wird sonnig, von dem vorhergesagten Regen ist weit und breit nichts zu sehen. Einen Teil meiner Zwiebelschichten ziehe ich wieder aus, sonst bin ich sofort klatschnass. Unter diesen Bedingungen macht mir der Weg sogar richtig Spaß. Ich bekomme völlig neue Eindrücke der norwegischen Landschaft zu sehen. Dass das Wetter tatsächlich noch so umschlägt, ist ein großes Glück.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5044.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5480" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5044-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5044-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Nach den ersten 15 km merke ich langsam, wie anstrengend das vorsichtige Laufen durch den Schnee ist. Immer wieder rutschen die Trekkingstöcke auf den schneebedeckten, verborgenen Steinen weg und auch die Schuhe finden oft keinen Halt. Gegen Mittag zieht sich der Himmel langsam wieder zu und auch meine gute Laune trübt sich mit zunehmender Wolkendecke ein. Ich will nur noch an der Nothütte ankommen. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5056.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5494" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5056-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5056-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Um 15:30 Uhr sehe ich dann meine heutige Unterkunft. Eine kleine Bretterbude von circa zweimal 2 m. Darin ein gezimmertes Stockbett, ein Sessel und ein kleiner Tisch. Dass es hier keinen Ofen gibt, war mir bekannt, aber hier habe ich immer noch mehr Schutz als in meinem Zelt. Ich versuche die nassen Sachen irgendwie aufzuhängen, ziehe mich um und krieche sofort in den Schlafsack. Nach einem heißen Tee und ein paar Keksen fühle ich mich langsam wieder etwas wohler. Alles, was ich jetzt noch tun kann, ist zu hoffen, dass es morgen wirklich nur bei Regen bleibt und nicht noch mehr Schnee fällt. Auf dem Programm stehen dann noch einmal 25 km bis vor den Nordkap Tunnel.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5055.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5489"/></figure>



<p>Fazit: ich fühle mich müde. Nicht körperlich, sondern geistig. Warum brauche ich 5 Stunden, um eine Entscheidung zu fällen, wie ich weitergehen will? Na gut, körperlich natürlich auch. Während des Laufens habe ich heute darüber nachgedacht, wie viel Sinn es macht bei Minusgraden, Schnee oder Regen tatsächlich bis zum Knivskjellodden zu laufen. Warum nicht gleich zum Touristen-Nordkap und von dort mit dem Bus nach Honnigsvåg? Eine Option, die ich mir offen halten werde. </p>



<p>Trotzdem war dieser Tag eigentlich ein großer Erfolg. Bei Sonnenschein durch das schneebedeckte Fjell zu laufen ist noch einmal ein ganz neues Erlebnis, dass ich bei aller Anstrengung nicht missen möchte. Ein großes Dankeschön an Max, Phillip und Martin für Ihre Einschätzung und Entscheidungshilfen.</p>
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		<title>Tag 130 &#8211; der Anfang vom Ende</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Sep 2023 17:43:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>21,92 km &#8211; 05:48 h Heute soll sie also beginnen. Die letzte finale Etappe von Olderfjord bis zu meinem Ziel dem Knivskjellodden. Merkwürdigerweise bin ich richtig aufgeregt und voller Euphorie. Den Grund dafür kann ich mir nicht erklären. Die Nacht war unruhig und ich habe wenig geschlafen, alles drängt mich vorwärts. Als ich um 3:30 [&#8230;]</p>
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<p>21,92 km &#8211; 05:48 h</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5001.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5474" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5001-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5001-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Heute soll sie also beginnen. Die letzte finale Etappe von Olderfjord bis zu meinem Ziel dem Knivskjellodden. Merkwürdigerweise bin ich richtig aufgeregt und voller Euphorie. Den Grund dafür kann ich mir nicht erklären. Die Nacht war unruhig und ich habe wenig geschlafen, alles drängt mich vorwärts. Als ich um 3:30 Uhr wach werde, zwinge ich mich liegen zu bleiben. Um 6:00 Uhr halte ich es nicht mehr aus und ziehe mit meinem Frühstück in den Gemeinschaftsraum. Ich habe gestern im Supermarkt noch Brot, Marmelade, einen Apfel und einen großen Becher Joghurt gekauft. Es soll ein gemütliches Frühstück werden, bevor es ab morgen wieder nur Müsli gibt. Durch die großen Fenster schaue ich zu, wie die ersten Busse an- und abfahren &#8211; nicht mehr lange dann sitze auch ich in solch einem Bus. Nach dem Frühstück packe ich langsam meine sieben Sachen zusammen und fege die Hütte aus. Den Schlüssel kann ich erst ab 8:00 Uhr abgeben, also lege ich mich noch einmal aufs Bett und lese ein paar Seiten. Pünktlich um 8:00 Uhr bringe ich den Schlüssel zur Rezeption und checke aus. Dann mache ich mich auf den Weg .</p>



<p>Den ersten Teil des Tages, ungefähr 7 km, laufe ich die Straße entlang . Der Verkehr hält sich in Grenzen und die Fahrer scheinen heute alle eine Portion Rücksicht gefrühstückt zu haben. Selbst die LKWs machen einen großen Bogen und grüßen freundlich. Der Himmel ist wolkenlos blau, die Sonne scheint, es ist trocken und die Luft klar und kalt. Der perfekte Tag zum wandern. Ich nehme das mal als Wiedergutmachung für das Sumpfschwimmen der letzten Etappe. Gerne darf es genauso die nächsten fünf Tage bleiben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5004.jpg?resize=768%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5495"/></figure>



<p>Nach anderthalb Stunden verlasse ich die Straße und folge nun dem E1 beziehungsweise dem DNT-Trail. Breite Wege, gut und trocken zu laufen – trotzdem habe ich das Gefühl Blei in den Beinen zu haben. Beine und Füße tun mir weh, die linke Schulter schmerzt, und der Rucksack scheint mich ständig nach hinten zu ziehen. So euphorisch ich noch vor 4 Stunden war, so niedergeschlagen bin ich jetzt. Mein Kopf und mein Körper scheinen bereits in den „nach Hause Modus“ geschaltet zu haben. Immer wieder mache ich kurze Pausen und setze den Rucksack ab. Der Gedanke, dass es heute nur eine kurze Strecke ist, gibt mir die Kraft weiter zu laufen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5007.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5475" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5007-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5007-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Ich konzentriere mich bewusst auf die herrliche, herbstliche und bunte Landschaft, auf den blauen Himmel und die tief stehende Sonne. Immer wieder stoße ich auf Rentierherden, oft mit 50, 60 oder mehr Tieren. Jetzt im Herbst sammeln sich die „Familienverbände“ und ziehen zurück in den südlichen Teil.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5009-1.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5481" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5009-1-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5009-1-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Irgendwie geht es dann doch recht schnell und bereits um kurz nach 14:00 Uhr erreiche ich die Stohpojohka. Eine offene, „private“ Hütte die weder vom DNT noch von Statskog betrieben wird. So richtig gemütlich ist es auch nicht. Alles wirkt ein wenig zusammengesucht und lieblos. Immerhin gibt es einen Ofen und Holz, so dass es schnell warm wird. Mit einem Becher süßem Kaffee setze ich mich raus in die Sonne, telefoniere kurz mit Pe und hänge meinen Gedanken nach.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5021.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5483" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5021-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5021-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="768" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5022.jpg?resize=1024%2C768&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5485" srcset="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5022-980x735.jpg 980w, https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5022-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1024px, 100vw" /></figure>



<p>Heute Nacht werde ich wieder auf Polarlicht-Jagd gehen. vielleicht habe ich ja Glück. &#8211; und grade in diesem Moment, in dem ich den letzten Satz schreibe setzt draußen der Regen ein…</p>



<p>Fazit: der Plan, meine Reise durch Norwegen in den letzten Tagen langsam auslaufen zu lassen (im wahrsten Sinne des Wortes) hört sich doch eigentlich recht gut an. Warum fühlt es sich dann nicht auch so an? Es kommt mir vor, als zögere ich das unvermeidliche Ende unnötig hinaus. Mit dem Kopf bin ich schon längst an meinem Ziel angekommen. Auch die Schönheiten im herbstlichen Fjell kann ich nicht mehr so richtig genießen. Nach und nach bekomme ich die Nachrichten der anderen NPL-Läufer, dass sie das Ziel erreicht haben oder bereits auf dem Rückweg sind. Auch das trägt nicht besonders zur Motivation bei. Mir ist immer noch nicht klar, was mich am Ende meiner Wanderung erwartet. Das große, überwältigende Gefühl, eine unglaubliche Leistung vollbracht zu haben oder einfach die nüchterne Tatsache: ja, jetzt bist du da. </p>



<p>Ich weiß, dass dieses Abenteuer in wenigen Tagen zu Ende geht und freue mich darauf zurück zu kehren. Ich bin aber andererseits überhaupt noch nicht bereit, wieder in den „normalen“ Alltag einzusteigen. Glücklicherweise habe ich noch gute fünf Wochen Zeit, mich darauf wieder einzustellen.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_5010.mp4"></video></figure>
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		<title>Tag 129 &#8211; zur Untätigkeit verdammt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Sep 2023 07:16:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>0,00 km &#8211; 00:00 h Gestern habe ich noch geschrieben, dass es der letzte Pausentag gewesen ist. Weit gefehlt! Seit heute Nacht um 2:00 Uhr heult und pfeift der Wind und seit ungefähr 4:00 Uhr so stark, dass selbst die Hütte wackelt. Laut Wetterapp haben wir Windstärken um die 70 km/h. Das ist Windstärke 8! [&#8230;]</p>
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<p>0,00 km &#8211; 00:00 h</p>



<p>Gestern habe ich noch geschrieben, dass es der letzte Pausentag gewesen ist. Weit gefehlt! Seit heute Nacht um 2:00 Uhr heult und pfeift der Wind  und seit ungefähr 4:00 Uhr so stark, dass selbst die Hütte wackelt. Laut Wetterapp haben wir Windstärken um die 70 km/h. Das ist Windstärke 8! Ich liege wach in meinem Schlafsack und weiß nicht was ich tun soll. Durch den Sturm weitergehen? Einen weiteren Pausentag anhängen? Um 6:00 Uhr ziehe ich mich an und gehe probeweise ein paar 100 m die Straße Richtung Norden entlang. Selbst ohne Rucksack muss ich mich ordentlich gegen den Wind stemmen. In diesem Moment ist für mich eigentlich klar, dass ich den Sturm hier in der Hütte aussitzen werde. Ich gehe wieder zurück, mache mir einen Kaffee und setze mich in den Aufenthaltsraum des Hotels. Von dort kann ich die An- und Abfahrt der Busse beobachten. Ich überlege, wie es wohl den anderen geht, die gerade mitten im Fjell in ihren Zelten liegen und hoffe, dass es ihnen gut geht. Dabei fange ich wieder an zu zweifeln: soll ich vielleicht doch lieber weiter gehen? Alle 10 Minuten checke ich Die Wetterprognosen, aber es wird nicht besser. Im Gegenteil, bis circa 10:00 Uhr soll der Wind noch zunehmen.</p>



<figure class="wp-block-video"><video height="1080" style="aspect-ratio: 1920 / 1080;" width="1920" controls src="https://drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_4986.mp4"></video></figure>



<p> Mein Kopf sag mir ganz klar, dass es keinen Sinn macht heute weiter zu laufen. Auch zeitlich habe ich überhaupt keinen Druck unbedingt Strecke machen zu müssen. Es ist sogar günstiger, eine weitere Nacht hier in Olderfjord zu verbringen, als später in einem teuren Hotel in Honnigsvåg. Trotzdem bin ich innerlich voller Unruhe und mein Bauchgefühl treibt mich weiter. Dies ist wieder ein Moment, in dem ich das Alleinreisen hasse. Es gibt niemanden mit dem ich eine Entscheidung diskutieren könnte. Ich versuche Pe zu erreichen um eine zweite Meinung zu hören, erreiche aber niemanden. Ist ja auch eigentlich Blödsinn, wie soll sie mir bei einer Entscheidung helfen können, ohne die Gegebenheiten hier vor Ort zu kennen? Immer wieder gehe ich meine Zeitplanung durch. Definitiv habe ich mindestens drei oder vier Tage Puffer bevor das Schiff am 30. September in Honnigsvåg  ablegt.</p>



<p>Um 9:00 Uhr ringe ich mich endlich zu einem Entschluss durch und frage an der Rezeption, ob die Hütte eine weitere Nacht zur Verfügung steht. Die Verlängerung ist kein Problem und der Mitarbeiter am Tresen bestätigt mich in meiner Entscheidung. Bei diesem Sturm würde er auf keinen Fall weiter gen Norden oder in das offene Fjell gehen. Er warnt mich sogar, dass es weiter nördlich noch windiger sei, und checkt für mich die Straßenkameras auf der E6 in Richtung Nordkap. Und richtig, ein Stück vor dem Nordkaptunnel haben wir aktuell Windgeschwindigkeiten von knapp 80 km/h.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img data-recalc-dims="1" loading="lazy" decoding="async" width="708" height="1024" src="https://i0.wp.com/drakoontour.de/wp-content/uploads/2023/09/img_4989.jpg?resize=708%2C1024&#038;ssl=1" alt="" class="wp-image-5468"/></figure>



<p>Ich buche eine weitere Nacht und nutze die Chance, mich weiter in Gelassenheit zu üben &#8211; versuche den Gedanken an das Vorwärtskommen zu unterdrücken und sage mir immer wieder, dass ich Zeit genug habe. Es kommt nicht auf einen Tag an, auch nicht im Hinblick auf mögliche Temperaturstürze oder Schneefälle. Die nächsten Tage bleiben die Temperaturen oberhalb der 0° Grenze. </p>



<p>Jetzt liege ich wieder in der Hütte, lade einen weiteren Roman auf mein E-Book und werde später noch einmal zum Supermarkt laufen. So komme ich also doch noch zu meiner Tiefkühlpizza. </p>
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		<title>Tag 128 &#8211; der Letzte!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Sep 2023 17:13:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[NPL]]></category>
		<category><![CDATA[Fernwandern]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>0,00 km &#8211; 00:00 h Der letzte Pausentag! Das letzte Mal einkaufen! Das letzte Mal Portionstüten packen! Das letzte Mal ärgern, bei diesem Sonnenschein nicht weiter gelaufen zu sein. Gestern Abend gegen 23:30 Uhr konnte ich Polarlichter sehen. Leider nur ganz schwache Schleier, die kaum zu erkennen waren. Da hier in Olderfjord überall Beleuchtungen brennen [&#8230;]</p>
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<p> 0,00 km &#8211; 00:00 h</p>



<p>Der letzte Pausentag! Das letzte Mal einkaufen! Das letzte Mal Portionstüten packen! Das letzte Mal ärgern, bei diesem Sonnenschein nicht weiter gelaufen zu sein. </p>



<p>Gestern Abend gegen 23:30 Uhr konnte ich Polarlichter sehen. Leider nur ganz schwache Schleier, die kaum zu erkennen waren. Da hier in Olderfjord überall Beleuchtungen brennen hat es sich auch nicht gelohnt mit dem Handy Fotos zu machen. Ich hoffe weiterhin darauf, dass ich in den kommenden 5-6 Tagen auf meinen letzten Schritten zum Knivskjellodden noch einmal die Gelegenheit habe Polarlichter in ihrer ganzen Pracht zu erleben.</p>



<p>Schon wieder habe ich sehr schlecht geschlafen. Um meine durchnässten Schuhe zu trocknen, habe ich die Heizung hoch gedreht daher ist es in der kleinen Hütte viel zu warm geworden. Aber trockene Schuhe sind es mir wert. Es ist schön, dass ich heute länger liegen bleiben kann (nicht dass das in den letzten Monaten anders gewesen wäre). Ich gehe um 8:00 Uhr mit meinem Müsli und meinem Kaffee rüber ins Hotel um dort zu frühstücken, treffe dort die beiden Niederländer wieder und es setzt sich noch ein norwegisches Pärchen zu uns an den Tisch. Wieder sind Reisen und Abenteuer unser Thema. Max ist bereits aufgebrochen, hat an meine Hütte geklopft um sich zu verabschieden, aber nicht mitbekommen, dass ich bereits im Frühstücksraum sitze.</p>



<p>Um 9:00 Uhr macht der kleine Supermarkt auf und pünktlich bin ich dort, um zum letzten Mal meine Einkäufe zu erledigen. Bis auf ein paar Riegel Schokolade und Müsli benötige ich diesmal nichts weiter, ich habe ja gestern mein Paket in Empfang genommen. Wieder frage ich mich, warum ich wohl damals der Meinung gewesen bin für die letzten fünf Wandertage zwölf volle Mahlzeiten in das Paket packen zu müssen&#8230; Es gibt also heute keine Pizza, keine Kekse, keine Chips, sondern ich versuche möglichst viel von dem zu essen, was ich mir geschickt habe. Und ich muss sagen, ich bin durchaus erfolgreich, lediglich die Erbswurst wandert zusammen mit den überflüssigen Verpackungen in den Müll.</p>



<p>Gute 20 km von hier entfernt gibt es einen kleinen Laden, in dem ein deutscher Silberschmied seinen Schmuck und landestypische Produkte und Souveniers verkauft. Diesen Laden hätte ich mir gerne an meinem Pausentag angesehen, leider gibt es keine funktionierende Busverbindung dorthin. Ich spreche dreimal Autofahrer an, die hier eine Rast einlegen, aber niemand ist bereit, mich dorthin mitzunehmen (wahrscheinlich sehe ich mit meinem Bart zu furchterregend aus). Also statte ich dem Souvenirladen in Olderfjord einen Besuch ab, finde dort aber nichts außer dem üblichen Touristenramsch. Es ist sowieso zu früh, um über noch so kleine Mitbringsel nachzudenken. Die dicken, handgestrickten Norwegerpullover sind auch viel zu schwer, obwohl ich so einen bestimmt gut gebrauchen könnte, wenn sich das Wetter weiter so entwickelt &#8211; Max hat gerade ein Foto vom ersten Schnee geschickt!</p>



<p>Wie üblich versuche ich mich zu entspannen und ausruhen, lese viel, telefoniere und schreibe ein paar Nachrichten. Simone und Stefan sind heute auf dem Weg vom Knivskjellodden zum Nordkap und fahren anschließend mit dem Bus über Olderfjord nach Alta. Da sie hier in einen anderen Bus umsteigen müssen, haben wir noch einmal die Gelegenheit für ein kurzes Treffen. Es ist ein sehr merkwürdiges Gefühl, dass mir die ersten NPL‘er bereits auf ihrem Rückweg entgegenkommen. Der eigenen Motivation durch Wind und Schneeregen weiter zu laufen, nicht besonders zuträglich. Aber selbstverständlich ziehe ich jetzt durch.</p>



<p>Fazit: heute ist Pause! Keine Zeit für ein Fazit. Und Fotos gibts auch keine 🤷‍♂️</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://drakoontour.de/tag-128-der-letzte/">Tag 128 &#8211; der Letzte!</a> erschien zuerst auf <a href="https://drakoontour.de">drakoontour.de</a>.</p>
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